Das Interview

Rezept bei trockenen Themen


Kann man auch in einem sehr fachspezifischen Bereich eine Projektbeschreibung so aufbereiten, dass dem Leser nicht die Augen zufallen? 


Kann man. Klar lasst sich ein Bericht über die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems beim Baumarkt oder eines geografischen Informationssystems in der unteren Naturschutzbehörde nicht wie ein Krimi formulieren. Und realistisch gesehen, werden den Text nur Leute zu Ende lesen, die sich wirklich für die Thematik interessieren. Doch das ist die halbe Miete, denn genau diese sind Ihre potenziellen Neukunden. 

Wieso ausgerechnet ein Interview? 

Ganz einfach: Interviews werden gerne gelesen! Gerade in Newslettern oder Kundenmagazinen gehören sie zu den beliebtesten Beiträgen.

Hinter jedem Projekt steckt eine Story und die erzählt am besten derjenige, der mitten drin steckt: Der Kunde selbst. 
 

Was tun, wenn der Kunde etwas unerwünschtes erzählt? 

Keine Panik, das ist mir noch nie passiert. SIE bestimmen doch vorab mit mir die Fragen. Als Dienstleister oder Lieferant wissen Sie am besten, was Ihrem Kunden gut gefällt. Und Sie kennen auch seine Entscheidungsgründe. Mit diesem Hintergrundwissen stelle ich ihm die passenden Fragen und lassen ihn einfach den Beweggrund, Projektverlauf und sämtliche Highlights nochmal erzählen. 
 

Was tun, wenn er etwas Wichtiges nicht erwähnt?

Auch nicht schlimm. Wir können immer noch ergänzen, denn der Kunde muss den Text ohnehin freigeben. Vielleicht hat er manche Punkte einfach nur vergessen, ist aber mit  der Erwähnung einverstanden. Wir können das wunderbar steuern.

 

Wie schafft man es, dass das Interview authentisch klingt?

Das ist kein Problem. Meist übernehme ich einige Passagen wörtlich und betten sie in die Antworten ein. Den Rest formuliere ich dann neu. Wenn Sie Ihren Kunden kennen, wissen Sie auch, was er sagen könnte und was nicht. Wichtig ist, das es nach GESPROCHENER Sprache klingt. Dafür sorge ich schon.

   
Ob sich der Kunde dafür Zeit nimmt?

Aber sicher doch. Wenn Sie einen Projektbericht in Erwägung ziehen, handelt es sich um ein erfolgreiches Projekt und Sie haben einen guten Draht zu Ihrem Kunden. Er wird Ihnen deshalb gerne den Gefallen tun. Eine kurze Beschreibung seines Unternehmens, evtl. mit Verlinkung gehört natürlich auch dazu.

 

Wie gehen wir dabei vor?

Wichtig ist, dass der Kunde wenig Aufwand hat. Die grundsätzliche Bereitschaft des Kunden vorausgesetzt, ist m.E. dies das beste Vorgehen:


  • 1. Material zum Projekt sammeln 
  • 2. Fragen formulieren, die Ihrem Ziel entsprechen 
  • 3. Fragen dem Kunden persönlich oder telefonisch stellen, Notizen  oder Tonaufnahme machen  
  • 4. Interview ausformulieren 
  • 5. Dem Kunden zur Revision schicken (evtl. mit Lücken oder offenen Fragen) 
  • 6.  Seine Ergänzungen und Korrekturen einarbeiten 
  • 7. Dem Kunden zur Freigabe schicken  

Der Kunde ist selbst nur bei den Punkten 3, 6 und für die Freigabe involviert. Sein Aufwand hält sich in Grenzen.

 

Wie lang darf das sein?

Maximal 10 Fragen, gerne auch kürzer. Und wie bei jedem anderen Artikel schadet es nicht, wenn Bilder dabei sind. In diesem Fall möglichst auch ein Foto des Gesprächspartners. Natürlich nur, wenn er einverstanden ist.  


Das beste: Bei der Abstimmung lernen Sie den Kunden und seine Vorlieben noch besser kennen und erfahrungsgemäß macht so ein Interview den meisten Menschen Spaß.